FAQ

• Was sind die Kriterien, nach denen die Jury entscheidet?
Die Jury setzt sich bewusst aus verschiedenen Personen verschiedener Institutionen zusammen. Wir wollen und können die Gewichtung der Jury nicht vorwegnehmen, bei der Beurteilung werden aber Dinge wie Originalität, Kreativität, Realisierbarkeit im Nutzungszeitraum (Genehmigungsfähigkeit, Sicherheitsbestimmungen, Aufwand etc.), Effizienz (Geldmittel, Vor- und Nachbereitung, Locationnutzung generell), Dauer der Nutzung (Zeitraum, Öffungszeiten), Breite der Zielgruppe, sozialer / kultureller / edukativer / integrativer Aspekt, Öffentlichkeitswirksamkeit und Nachhaltigkeit / Wiederholbarkeit / Wirkung (Stadtleben, Kulturleben, Politik) die Entscheidung beeinflussen.

• Kann man sich für die Einreichung zusammenschließen?
Ja! Wir sind bei der Ideenfindung sehr offen. Wenn sich Ideen schon im Vorfeld kombinieren lassen, kannst du dich sich natürlich mit anderen Gruppierungen zusammen tun.

• Können eingereichte Ideen von der Veröffentlichung ausgeschlossen werden?
Wenn Du deine Idee schützen willst, bitten wir dich, das im Konzeptpapier zu vermerken. Die Konzepte und Ideen sind teilweise urheberrechtlich geschützt, werden im Zuge des Wettbewerbs nur mit den notwendigen Personen geteilt und nur mit deiner Zustimmung veröffentlicht.

• In welchem Umfang wird die Zwischennutzung professionell unterstützt?
Die Agentur G.R.A.L. wird einen eintägigen Workshop mit dem Einreicher der Gewinneridee, der Projektleitung von Bauwerk, wenn nötig einem Brandschutzsachverständigen und evtl. weiteren Sachverständigen durchführen. Darüber hinaus leistet die Agentur G.R.A.L. alle terminlichen und inhaltlichen Abstimmungen mit dem Eigentümer des Gebäudes, der Firma Bauwerk und unterstützt bei der Einholung evtl. behördlicher Genehmigungen und, wo notwendig der Abstimmung mit den Nachbarn.
Die Herstellung der nötigen Infrastruktur im Gebäude (z.B. Toiletten, Strom in den benötigten Räumen) organisiert die Agentur G.R.A.L. in Abstimmung mit Bauwerk.
Die Agentur G.R.A.L. kann je nach Idee die Gewinneridee als solche organisieren, durchführen und so die Haftung auf sich ziehen. Möchte der Ideengeber selbst Veranstalter sein, dann prüfen wir das gerne.

• Stehen die 15.000€ Preisgeld brutto oder netto zur Verfügung?
Das zweckgebundene Preisgeld ist netto zu verstehen und dient der Realisierung der eingereichten Idee. Das Budget wird von der begleitenden Agentur G.R.A.L. verwaltet und nicht zur freien Verfügung ausbezahlt.

• Wofür können die 15.000€ Preisgeld verwendet werden?
Grundsätzlich kann das Preisgeld frei für alle nötigen Investitionen zur Realisierung der Gewinneridee verwendet werden. Es können z.B. Möbel, Dekoration und Technik geliehen oder gekauft werden. Es können evtl. Umbauten, Installationen und Personalkosten bezahlt werden. Und auch etwaige Organisationskosten des Einreichenden können in das Preisgeld eingerechnet und ausbezahlt werden. Aber immer nur gegen ordnungsgemäße Rechnungen.

• Werden Toiletten aus dem 15.000 € Preisgeld gestellt oder gibt es die zusätzlich?
Das hängt vom Konzept ab. Einen geringen Bedarf an Toiletten (z.B. kleiner Toilettencontainer) wäre bereits abgedeckt. Für einen größeren Bedarf (VStättV §12) müsste ein Teil des Preisgeldes eingesetzt werden.

• Wer trägt anfallende Stromkosten?
Das hängt natürlich von der Idee ab. Grundlegende Stromkosten werden übernommen. Induziert das Konzept einen enormen Strombedarf und –verbrauch, müsste hierfür auch das Preisgeld mitverwendet werden.

• Darf ich Eintritt verlangen um meine Idee zu finanzieren?
Ja. Allerdings sind nichtkommerzielle Konzepte, offen für ein möglichst großes Publikum, ausdrücklich erwünscht! Eine Preisstaffelung nach sozialen Kriterien wäre in jedem Fall gewünscht. Auf Wunsch kann die unterstützende Agentur die Eintritte einnehmen und z.B. die ggf. beinhaltete Umsatzsteuer nach den gesetzlichen Vorgaben abführen.

• Wie lange ist die genaue Nutzungsdauer?
Das hängt vom Aufwand der eingereichten Idee ab. Fest steht, dass das Gebäude Anfang November zurückgebaut wird. Eine Juryentscheidung wird es frühestens Anfang August geben. In den verbleibenden 3 Monaten kann die Zwischennutzung stattfinden. Mit einer gewissen Planungs-, Auf- und Abbauphase, gehen wir aktuell von einem Zeitraum von ca. 6-8 Wochen im August, September und Oktober aus. Aber auch Ideen von einem Tag oder einer kürzeren Zeit haben Chancen bei der Jury.

• Wer haftet für die Zwischennutzung?
Grundsätzlich haftet jede Person in Deutschland für seine eigenen Handlungen. Als begleitende Eventagentur ist die G.R.A.L. GmbH als möglicher Mitveranstalter versichert und schließt für den Nutzungszeitraum in Absprache mit dem Eigentümer und den Ideengebern zusätzliche Haftpflichtversicherungen ab. Auf Wunsch wird die Eventagentur die „Idee“ nach Anweisung durch den Ideengeber durchführen und so die Haftung auf sich ziehen. Deshalb kann die Eventagentur aber auch gefährliche Handlungen wie „offenes Feuer etc.“ in der Location untersagen. So wäre der Ideengeber aus der Haftung.

• Gibt es ein für die Nutzung belastbares Brandschutzkonzept und sind die Anlagen funktionsfähig?
Es konnte in den alten Bestandsunterlagen in den Archiven bisher von der Agentur kein echtes Brandschutzkonzept entdeckt werden. Die „Anlagen“ (wir gehen davon aus, die Frage bezieht sich auf die vorhandenen Anlagen wie Brandmeldeanlage etc.) sind zum allergrößten Teil nicht mehr funktionsfähig und nicht gewartet. Deshalb ist die LBK in die Ausschreibung so eingebunden, dass überprüft wird, welches Konzept mit kleinen Reparaturen schon möglich ist.

• Gibt es aktuelle Baupläne des Gebäudes?
Die Grundrisse sind nicht aktuell, da einige Zwischenwände (meist dünnes Rigips) nachträglich eingezogen wurden. Dennoch können die Pläne auf Nachfrage eingesehen werden.

• Müssen die kompletten 5.000m² genutzt werden?
Nein. Das hängt von der Idee ab. Es können einzelne kleine Räume genutzt werden, ein ganzes Stockwerk oder auch mehrere Stockwerke. Das ist ganz den Ideengebern überlassen. Es wird allerdings nur eine Gewinneridee geben, die letztendlich vorrangig umgesetzt wird. Sollten mehrere Ideen mit wenig Nutzfläche und Aufwand eingereicht werden, liegt es im freien Ermessen der Jury, des Eigentümers und der Agentur, Nutzflächen für weitere Ideen zur Verfügung zu stellen.

• Gibt es Strom?
Strom ist im Gebäude grundsätzlich vorhanden. Teilweise sind Steckdosen ausgebaut und Kabel durchtrennt. Strom lässt sich aber problemlos in die benötigten Räumlichkeiten legen. Der Aufwand dafür ist natürlich abhängig vom anfallenden Strombedarf. Starkstrom ist am Gebäude vorhanden, müsste aber ebenfalls verlegt werden.

• Gibt es Abwasser?
Ja. Aber es gibt kein Frischwasserzulauf im Gebäude.

• Darf man Wände, Böden, Decken rausreißen?
Räume können ggfs. baulich verändert werden, solange Brandschutz- und Sicherheitsbedingungen davon nicht beeinträchtigt werden. Das Herausreisen von Böden und Decken und einiger tragender Wände kann zu statischen Problemen führen. Die Trockenbauwände sind recht einfach zu entfernen.

• Kann man im Gebäude kochen? Kann man Getränke verkaufen?
Das ist mangels funktionstüchtigem Wasseranschluss (Legionellen Problem) und aufgrund der geltenden Hygienevorschriften eher schwierig umsetzbar. Getränkeverkauf und der Verkauf von abgepackten Snacks scheint möglich. Bei Bedarf wird die Agentur eine Gestattung nach dem GastG beantragen.

• Kann man temporär ein Restaurant, eine Bar, einen Club, ein Theater eröffnen?
Da ein Wasseranschluss im Gebäude nicht aktiviert werden kann, ist ein Restaurant nur schwer denkbar, aber nicht ausgeschlossen. Es müssten entweder neue Rohre gelegt oder im Hof gekocht werden. Eine Bar, Club, Theater ist unter den üblichen gesetzlichen Auflagen und bestehenden Genehmigungen denkbar.

• Kann man im Hof eine Party feiern, Fußball spielen, laut sein und bis wie viel Uhr?
Es gelten die gesetzlichen Lärmschutzbedingungen. Lärmschutzauflagen werden im Rahmen der Anmeldung einer Veranstaltung von der Stadt München festgelegt. Grundsätzlich kann der Hof für alle Ideen genutzt werden. Z.B. beginnt in Bayern die Nacht um 22 Uhr. Auf die anliegende Wohnbebauung muss bei Lärmentwicklung Rücksicht genommen werden.

• Kann man auf dem Dach eine Party feiern?
Nein. Das Dach ist für große Personengruppen aus Sicherheitsgründen und aus Gründen der Statik nicht nutzbar. Eine Kunstinstallation, bei der das Publikum nicht auf das Dach muss, wäre denkbar. Aber auch hier müssen Sondergenehmigungen eingeholt werden und Auflagen wie „Absturzsicherungen“ erfüllt werden.

• Kann man im Haus laut sein, z.B. mit seiner Band proben, und bis wie viel Uhr?
Ja. Es gelten lediglich die gesetzlichen Lärmschutzbedingungen „Lärm im Gebäude“ ist weitgehend unreglementiert in Bayern.

• Braucht es einen Sicherheitsdienst?
Das Gebäude und Gelände ist abschließbar. Die Bewachung liegt im Ermessen und in der Verantwortung des Veranstalters bzw. des Ideengebers und ist auch abhängig von der geplanten Nutzung in Rücksprache mit der Agentur G.R.A.L. und Bauwerk zu entscheiden. Bei diversen Ideen kann auch die Sicherheitsbehörde ein Mindestmaß an Security festlegen.